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Der amerikanische Autor Jim Collins befasst sich in diesem Buch mit der Frage, weshalb es einigen Unternehmen gelingt, zu Spitzenunternehmen zu werden und anderen nicht.
Buchtipp: Der Weg zu den BestenEr bezeichnet diese Unternehmen als Take-off-Unternehmen. Durch jahrelange Forschung ist es ihm gelungen, die Faktoren zu identifizieren, die dafür verantwortlich sind. Er konzentriert sich zwar auf amerikanische Unternehmen, aber seine Erkenntnisse sind wie Fredmund Malik im Vorwort schreibt „Pflichtlektüre für jeden, der sich ernsthaft mit Management befasst“.

Klarheit schaffen

Als treibende Kräfte für das „Erfolgsschwungrad“ hat er disziplinierte Menschen, diszipliniertes Denken und diszipliniertes Handeln identifiziert. Im Buch führt er aus, dass man Menschen – Führungskräfte wie Mitarbeiter – braucht, die von dem, was sie tun, begeistert und überzeugt sind. Von Führungskräften verlangt er vor allem Leidenschaft, Kontinuität und Bescheidenheit. Unter diszipliniertem Denken versteht Collins eine realistische Einschätzung der eigenen Lage und der äußeren Bedingungen. Drei weitere Überlegungen, die er das Igel-Prinzip nennt, hält er für erfolgsentscheidend: Worin können wir die Besten werden? Was ist unser wirtschaftlicher Motor/ wie sieht unsere Renditestrategie aus? Was ist unsere wahre Leidenschaft? Ohne die notwendigen Fähigkeiten, ohne finanzielle Mittel und ohne Begeisterung ist laut Collins der Weg unter die Besten verbaut. Als eine weitere entscheidende Voraussetzung für Spitzenleistungen betrachtet er die Unternehmenskultur, die Managern und Mitarbeitern Handlungsspielräume lässt und in der alle Verantwortung übernehmen.

Veränderung braucht Zeit

Es sei nicht sinnvoll von einer Strategie zur nächsten zu springen, sondern Unternehmen müssten eine klare Vision, eine Strategie und Ziele haben, aber: „Nur weil etwas zum Kerngeschäft zählt, nur weil man es Jahre oder Jahrzehnte getan hat, bedeutet das nicht, dass man darin auch der Beste werden kann“, schreibt Collins. Die Technologie dient beim Aufstieg des Unternehmens nach Meinung des Autors als Beschleunigungsfaktor, aber nicht als Auslöser. Der solide Aufstieg zur Spitze sei immer ein längerer, evolutionärer Prozess, kein plötzlicher, sprunghafter Durchbruch. Der Autor nennt diesen Prozess das „Prinzip des Schwungrads“. In der Regel habe es bei den Take-off-Unternehmen keine Revolutionen oder großartigen Restrukturierungen gegeben, sondern nachdem das Unternehmen langsam in die richtige Richtung in Schwung gebracht worden sei, habe es sich beständig weitergedreht. Der Erfolg sei sozusagen zwangsläufig gewesen. Dahinter steckten kontinuierliche, über längere Zeit dauernde, Veränderungsprozesse.

Collins betrachtet diesen Weg des Wachstums als den erfolgversprechendsten, denn es handle sich um Wachstum das Großartigkeit und nicht Größe zum Ziel habe: „Größe kann man vielleicht kaufen, Großartigkeit jedoch nicht. Zwei mittelmäßige Unternehmen ergeben zusammen noch kein Spitzenunternehmen.“

Der Weg zu den Besten von Jim Collins, Campus-Verlag, ISBN 3593386488, € 24,99

geschrieben am 05.12.2011 um 12:30 Uhr.