Rupp Spritzguss-Technik

mit Herz und Know-how

Rupp Geschichte - Entwicklung vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen

Geschichte

 

„Spritzgusstechnik ist die Zukunft!“

Ein Gespür für Innovationen begleitet die Firma Rupp seit den Anfängen.
1963 gründete der Mechanikermeister August Rupp in Rohrbach eine eigene Werkstatt. Ermöglicht wurde das durch die Arbeit mit seinem Schwager Leo Dürr, einem Elektriker aus Großrinderfeld bei Tauberbischofsheim. Der benötigte in seinem Geschäft Nagelschellen. Deshalb hatte er eine Spritzerei angefangen, für die er ein Werkzeug brauchte. Er erkannte schnell, dass August Rupp dafür die entsprechende Qualifikation besaß. Der erste Auftrag des jungen Unternehmens war ein Werkzeug zur Fertigung von Blitzleuchten für Fotokameras. In der Werkstatt mitten im Ort gab es eine Bohrmaschine, eine Drehbank, eine Säge und verschiedene Feilen.

„Mein Onkel inspirierte meinen Vater. Er war seiner Zeit weit voraus,“ erzählt Andreas Rupp, der heutige Inhaber. „Meine 80-jährige Tante erzählte mir einmal, dass er auf einem Besuch der Hannover-Messe zum erstenmal eine Spritzgussmaschine gesehen habe und begeistert sagte: ‚Spritzguss ist die Zukunft!’“

Vorausschauende Investitionen

August Rupp kaufte 1964 seine erste Spritzgussmaschine, um die Werkzeuge zu testen, die er baute. Er stellte sie in einen alten Stall, denn das aufstrebende Unternehmen kämpfte zunehmend mit Platzproblemen. Daran konnten auch eine zweckentfremdete Garage und ein Anbau nicht viel ändern. Bald kamen zum Formenbau Aufträge für Spritzgussteile hinzu, zum Beispiel Griffe für Leitern und Winkel für Rollläden. Erste Mitarbeiter wurden für den Spritzguss eingestellt.

Das Geschäft für Rupp Plastik brummte. 1965 wurden Schutzkappen für Lackspraydosen hergestellt. Das halbe Dorf war in Heimarbeit damit beschäftigt, in die Schutzkappen Schmirgelpapier, Spachtelkitt, Pinsel und Spachtel einzulegen. Man zog in die „Alte Zigarrenfabrik“ um. Sechs Spritzgussmaschinen stand im Untergeschoss, der Werkzeugbau war im Obergeschoss untergebracht. Schließlich entschloss sich August Rupp zu einem Schritt von weitreichender Bedeutung. Im neuen Industriegebiet „Im Wiesental“ baute Rupp Plastik ein eigenes Firmengebäude, das damals und heute die Möglichkeit für Erweiterungen bot. Ein vorausschauender Schritt, wie sich bald zeigte, denn nur fünf Jahre nach der Einweihung folgte 1975 der erste Anbau, 1980 der zweite.

Professionalisierung mit Leidenschaft

Im März 1985 trat August Rupps Sohn Andreas nach dem Studium der Produktionstechnik in das Unternehmen ein. Vom Vater bekam er die Anweisung „jetzt mach mal den Spritzguss“. „Ich musste mich durchfragen und machte sozusagen eine Lehre in Spritzgusstechnik“, schmunzelt Andreas Rupp. „Heute würde man das als Trainee-Programm bezeichnen. Seinen Kunden kommt das heute zugute, denn er weiß sehr genau, wovon er redet, wenn es um Spritzguss geht. Schließlich hat er die Technik von der Pike auf gelernt.

Der Junior fackelte nicht lange. „Ich hatte meine Diplomarbeit über die Einführung eines PCs in einem Kleinbetrieb geschrieben und genau das machte ich jetzt.“ Das war die Geburtsstunde der EDV-gesteuerten Organisation bei Rupp – eine Neuerung, die noch heute einer der Wettbewerbsvorteile des Unternehmens ist. „Das Unternehmen war damals stark handwerklich geprägt“, sagt der heutige Unternehmenschef. „Alles funktionierte auf Zuruf. Eine Prozesssteuerung oder Produktionsplanung oder eine moderne Betriebsdatenerfassung gab es im Grunde genommen nicht. Mit der EDV konnte ich das ändern und eine moderne Infrastruktur schaffen, eine Voraussetzung, um anspruchsvolle Kunden zu gewinnen.“ Der professionelle Ausbau der EDV verschafft dem Unternehmen bis heute einen Vorsprung bei der Zertifizierung.

Seit 1992 arbeitet Rupp mit einem Businessplan-System. Als Andreas Rupp 1994 das Unternehmen übernahm, wurde eine Führungsebene eingezogen. Weitere Schwerpunkte waren und sind nach wie vor die Zertifizierung, Qualitätssicherung und das zielgerichtete Prinzip der ständigen kleinen Verbesserungen. „Der Wechsel in der Unternehmensführung  war sicherlich ein Lernprozess für uns alle“, sagt Andreas Rupp. „Ich bin stolz darauf, dass wir alle dran geblieben sind. Die Einbeziehung und Motivation der Mitarbeiter ist ganz entscheidend für unseren Erfolg. Wir machen nicht nur Spritzguss, sondern wir sind ein Dienstleister, der die Aufgaben seiner Kunden löst.“

 

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