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Jeder Chef kennt es: Die Mitarbeiter kommen mit einem Problem (einem Affen) auf der Schulter zum Vorgesetzten und laden es bei ihm ab. Der Chef übernimmt das Problem bzw. den Affen. Das Ergebnis ist fatal in zweierlei Hinsicht: Zum einen kommt der Chef kaum noch zu seinen eigentlichen Aufgaben als Führungskraft, zum anderen erzieht er seine Mitarbeiter zur Unselbstständigkeit. Damit setzt er einen Teufelskreis in Gang, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt.
Buchtipp: Führen statt Affen schulternCoach statt Mr. Fix-it

Das Buch von Jan Roy Edlund, international renommierter Manager-Trainer, zeigt, wie man diesen Teufelskreis verlässt bzw. erst gar nicht hinein gerät. Sein Rezept: Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter auf dem Weg zur Lösung coachen, statt selbst die Lösung zu erarbeiten und anzubieten. Man müsse sich von „Mr. Fix-it“ verabschieden und sich den eigentlichen Führungsaufgaben widmen. „Machen Sie sich als Manager klar, dass Sie durch eine falsch verstandene Aufopferung und überdrehten Arbeitseinsatz mit der Zeit in die absurde Situation kommen, der Schuldige dafür zu sein, dass Ihre Mitarbeiter immer weniger arbeiten“, schreibt Edlund. Jede Führungskraft erziehe ihre Mitarbeiter, so der Autor. Nach einigen Jahren habe sie jene Leute im Team, die sie verdiene.

Edlund empfiehlt acht Gegenstrategien, mit denen man die Affen bändige. Die wichtigste Empfehlung ist sicherlich die, Monkeys weg zu coachen. Die Kunst des Monkey-Managements liege darin, den Affen anzuschauen, richtig zu bewerten und zurückzugeben, damit der Besitzer (Mitarbeiter) das Problem selbst erfolgreich lösen könne. Coaching als Problemlösungsmethode helfe dabei, mit den meisten Affen fertig zu werden. Der Chef solle die Lösungsfindung methodisch, aber nicht inhaltlich anleiten, den Denkprozess des Mitarbeiters durch Fragen in Gang setzen und die Realisierung der Lösung überprüfen. Begleiten und delegieren statt selbst übernehmen. Mit den „Monkey-Management-Spielregeln“ gibt Edlund ganz konkrete Ratschläge für den Umgang mit den  Affen.

Loslassen

Der Berater weist auch darauf hin, dass die Frage, ob eine Führungskraft die Affen der Mitarbeiter übernimmt oder nicht, ob sie in der Lage ist, zu delegieren oder nicht, viel mit den eigenen Verhaltensmustern, dem Selbstbewusstsein und dem Machtverständnis der Führungskraft zu tun habe. „Loslassen heißt Kontrolle und Macht abgeben. Es bedeutet Vertrauen auszusprechen und zu akzeptieren, dass die Dinge nicht exakt so laufen, wie man sich das persönlich vielleicht vorgestellt hat.“

Monkey Management. Wie Manager in weniger Zeit mehr erreichen, Verlag Midas Management, ISBN 978-3907100387, 49,90 Euro


geschrieben am 13.11.2010 um 18:08 Uhr.