Rupp Spritzguss-Technik

mit Herz und Know-how

Aktuelles

Aktuelles

lesenswert - bemerkenswert - nachdenkenswert
Innovation ist Pflicht. Wer nicht innovativ ist, verschwindet vom Markt. Nach Meinung des Autors Thomas M. Koulopoulos, Gründer und CEO der Delphi Group und seit Jahrzehnten mit Innovationsmanagement und -beratung befasst, gedeihen Innovationen am besten in einem geschützten Raum, der Innovationszone. Das kann eine Abteilung, ein Team, ein interner, webbasierter Bereich oder auch eine gut organisierte Ideenwoche sein.
Buchtipp: Brutstätte für Innovationen schaffenDer Autor beschreibt in seinem Buch, was er unter Innovation versteht, wovon sie getrieben wird und wie Unternehmen bzw. das Management eine Umgebung schaffen, in der Innovationen gedeihen. Innovationen sind für den Autor immer ein unbekanntes Terrain, denn nur dort sei Platz für neue Märkte und Geschäftsmodelle. Die Innovationen der Zukunft seien zunehmend von Kunden, Nutzern und externen Partnern getrieben. Unternehmen, die gut im Innovieren seien, hätten überdies verstanden, in Prozessen und nicht in Produkten zu denken.

Innovation braucht Führung

Eine echte Innovation, so Koulopoulos gehe weit über eine neue  Erfindung oder Produktvariante hinaus. Sie sei risikobehaftet und bedrohe erfolgreiche Produkte oder Modelle der Vergangenheit. Sie stelle alles auf den Kopf, die Unternehmensabläufe ebenso wie die Strategie. Sie sei ein Prozess, in dem neue Werte geschaffen würden. Innovation sei harte gemeinsame Arbeit, bestünde aus vielen einzelnen Schritten. Deshalb empfiehlt der Autor, einen formellen Innovationsprozess zu etablieren und Verantwortliche zu benennen. Es muss definierte Anreize, Prüf- und Bewertungskriterien geben. Ideen müssen gesammelt und archiviert werden, wenn sie noch nicht reif für die Umsetzung sind. „Einfach ausgedrückt, bietet eine Innovationszone einen Ort, an dem Ideen auf fruchtbarem Boden Wurzeln schlagen können“, schreibt der Autor.

Und noch eines stellt er klar: Innovation braucht Führung. Das Management sei dafür verantwortlich, eine Innovationskultur im Unternehmen zu schaffen und zu verankern. Koulopoulos empfiehlt, Kunden bei Neuentwicklungen einzubeziehen, denn aus deren Meinung könnten wertvolle Anregungen und Hinweise erlangt werden:  „Die innovativen Unternehmen sind diejenigen, die von ihren Kunden als solche erkannt werden.“ Offene Innovation sei das Gebot der Zukunft, verlange aber von den Unternehmen, ein radikales Umdenken bezüglich Offenheit und Kommunikation. Als Beispiel stellt der Autor unter anderen die „Lego-Online-Fabrik“ vor. Was mit Hackern begann, mündete in der Entwicklung neuer Produkte durch Nutzerkooperation und innoviert durch Kunden. „Viel zu viele Organisationen sind gegenüber Ideen von außen ganz einfach nicht offen“, schreibt der Autor. „Offene Innovation erzeugt Partnerschaften mit außenstehenden Erfindern und erlaubt, diese Partnerschaften zu nutzen, um Innovationen zu fördern.“

Die wichtigsten Empfehlungen des  Autors:

  • Ausgetretene Pfade verlassen. Ins Unbekannte entwickeln.
  • Wenn die Innovation nur Geld verschlingt: abbrechen.
  • Nicht an den Erfolgen der  Vergangenheit kleben, sondern neue Geschäftsfelder entdecken.
  • Sich ablenken lassen, nicht an einer Idee fest sitzen, sondern abschweifen, das heißt, den Prozess in den Mittelpunkt stellen, nicht eine Idee.
  • Den Status Quo hinterfragen und auf neue Produkt-Werte setzen, zum Beispiel Zeitersparnis statt noch besserer Technik.
  • Innovationserfolge messen.

Die Innovationszone – Wie sich Firmen neu erfinden, Thomas M. Koulopoulos, Midas, ISBN 3907100344, € 29,90

geschrieben am 20.01.2011 um 17:24 Uhr.