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lesenswert - bemerkenswert - nachdenkenswert
Gunter Dueck, genannt „Wild Duck“, hat wieder zugeschlagen: In seinem neuen Buch „Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam“ hält er uns einmal mehr den Spiegel vor. Akribisch seziert er die selbstverursachte komplizierte Dummheit unserer Arbeits- und Lebenswelt. Aber er lässt uns nicht im Regen stehen, sondern gibt uns eine Ahnung davon, wie das genial Einfache entstehen könnte. 
Buchtipp: So blöd sind wir nur gemeinsam
Buchtipp: So blöd sind wir nur gemeinsam
Gunter Dueck, genannt „Wild Duck“, hat wieder zugeschlagen: In seinem neuen Buch „Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam“ hält er uns einmal mehr den Spiegel vor. Akribisch seziert er die selbstverursachte komplizierte Dummheit unserer Arbeits- und Lebenswelt. Aber er lässt uns nicht im Regen stehen, sondern gibt uns eine Ahnung davon, wie das genial Einfache entstehen könnte. 
Abgesehen vom aufmüpfigen Inhalt, ist das Buch amüsant und gut zu lesen. Immer wieder entdeckt der Leser Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit.  Dueck findet das keineswegs positiv, denn „Sie sind ja dann auch Teil dieser Wirklichkeit“. Trotzdem: Wer sich amüsiert, liest länger und gerade weil wir Teil dieser Wirklichkeit sind und alle sinnlose Meetings, endlose Besprechungen, faule Kompromisse und unausgereifte Ergebnisse kennen und sie nicht mögen, kann dieses Buch vielleicht zum Handeln und zur Veränderung motivieren.
Einfach dumm oder einfach genial
Aber worum geht es nun eigentlich? Um den Spaß an der Arbeit, um den Unterschied zwischen Komplexität und Kompliziertheit, um Teamarbeit, um die Art und Weise, Dinge einfach zu tun: Genial einfach oder dumm einfach. Und letztlich ist es ein Buch über Führung, die keine ist. Denn man stelle sich vor, Bill Gates hätte 1990 gesagt: „Der einzige Zweck unseres Unternehmens und unserer Arbeit ist es, den Gewinn Jahr für Jahr zu steigern. Dieses Jahr haben wir uns 12 Prozent vorgenommen. Das ist unser Ziel und unsere Vision.“ Auch Dueck stellt die Schwarmintelligenz nicht in Frage, doch er zeigt, dass sie nur funktioniert, wenn alle dasselbe Ziel mit Freude und Überzeugung verfolgen. In vielen Unternehmen ist dies jedoch nicht so, denn Rivalitäten, Machtrangeleien und unterschiedliche Ziele, Abteilungsdenken,  fehlende Visionen und schlechte Führung verkehren die Schwarmintelligenz in die Schwarmdummheit. Am Ende wird das Unternehmen immer komplexer, erfolgloser und niemand hat mehr Freude an der Arbeit. Interessenkonflikte, Richtungskämpfe, Regelungswut, Berichts- und Dokumentationspflichten, Qualitätskontrollen und Statusmeetings hindern uns daran „genial einfache“ Lösungen zu finden, unsere Lösungen werden „dumm einfach“, will niemand mehr die Zeit hat, „etwas Smartes zu entwerfen“. Der Blick für den Kunden bleibt auf der Strecke – allen Beteuerungen zum Trotz.
Freude an der Arbeit
Dueck hat keinen Königsweg aus der Schwarmdummheit hinaus, aber er macht Vorschläge und letztlich hat er einen großen Traum: „Ich träume von Managern, die ihre Mitarbeiter wie Freiwillige führen und zu First-Class-Leistungen bringen. Es ist eine große Kuns, Freiwillige so für ein Ziel zu erwärmen, dass sie wirklich für First-Class-Qualität brennen und dann auch nicht so schwankende Arbeitszeiten haben. Bei großen Visionen ist es leichter, alle auf wundervolle Arbeit einzuschwören“, schreibt der Querdenker. Utopisch? Vielleicht ein bisschen, aber Open-Source-Software-Teams wie Wikipedia zeigen, dass es möglich ist.
Scharmdumm, Campus-Verlag, ISBN 978-3-593-50217-5, € 24,99 
Abgesehen vom aufmüpfigen Inhalt, ist das Buch amüsant und gut zu lesen. Immer wieder entdeckt der Leser Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit.  Dueck findet das keineswegs positiv, denn „Sie sind ja dann auch Teil dieser Wirklichkeit“. Trotzdem: Wer sich amüsiert, liest länger und gerade weil wir Teil dieser Wirklichkeit sind und alle sinnlose Meetings, endlose Besprechungen, faule Kompromisse und unausgereifte Ergebnisse kennen und sie nicht mögen, kann dieses Buch vielleicht zum Handeln und zur Veränderung motivieren.

Einfach dumm oder einfach genial

Aber worum geht es nun eigentlich? Um den Spaß an der Arbeit, um den Unterschied zwischen Komplexität und Kompliziertheit, um Teamarbeit, um die Art und Weise, Dinge einfach zu tun: Genial einfach oder dumm einfach. Und letztlich ist es ein Buch über Führung, die keine ist. Denn man stelle sich vor, Bill Gates hätte 1990 gesagt: „Der einzige Zweck unseres Unternehmens und unserer Arbeit ist es, den Gewinn Jahr für Jahr zu steigern. Dieses Jahr haben wir uns 12 Prozent vorgenommen. Das ist unser Ziel und unsere Vision.“ Auch Dueck stellt die Schwarmintelligenz nicht in Frage, doch er zeigt, dass sie nur funktioniert, wenn alle dasselbe Ziel mit Freude und Überzeugung verfolgen.

In vielen Unternehmen ist dies jedoch nicht so, denn Rivalitäten, Machtrangeleien und unterschiedliche Ziele, Abteilungsdenken, fehlende Visionen und schlechte Führung verkehren die Schwarmintelligenz in die Schwarmdummheit. Am Ende wird das Unternehmen immer komplexer, erfolgloser und niemand hat mehr Freude an der Arbeit. Interessenkonflikte, Richtungskämpfe, Regelungswut, Berichts- und Dokumentationspflichten, Qualitätskontrollen und Statusmeetings hindern uns daran „genial einfache“ Lösungen zu finden, unsere Lösungen werden „dumm einfach“, weil niemand mehr die Zeit hat, „etwas Smartes zu entwerfen“. Der Blick für den Kunden bleibt auf der Strecke – allen Beteuerungen zum Trotz.

Freude an der Arbeit

Dueck hat keinen Königsweg aus der Schwarmdummheit hinaus, aber er macht Vorschläge und letztlich hat er einen großen Traum: „Ich träume von Managern, die ihre Mitarbeiter wie Freiwillige führen und zu First-Class-Leistungen bringen. Es ist eine große Kunst, Freiwillige so für ein Ziel zu erwärmen, dass sie wirklich für First-Class-Qualität brennen und dann auch nicht so schwankende Arbeitszeiten haben. Bei großen Visionen ist es leichter, alle auf wundervolle Arbeit einzuschwören“, schreibt der Querdenker. Utopisch? Vielleicht ein bisschen, aber Open-Source-Software-Teams wie Wikipedia zeigen, dass es möglich ist.
Schwarmdumm, Campus-Verlag, ISBN 978-3-593-50217-5, € 24,99 
geschrieben am 02.12.2015 um 15:10 Uhr.